7.2.17

2. Zahnseife - Betthupferli

Die Niederlage von gestern (naja, vielleicht wird es ja noch ...) musste ich wieder gut machen. Ich möchte ja so schnell wie möglich *hust* die Zahnseife ausprobieren. Wenn ich sie dann wegen des Geschmacks nicht mag, ist ja auch nichts gewonnen. Also wollte ich das Rezept abändern und einen neuen Versuch starten. Wenn die andere dennoch was wird auch gut, dann habe ich trotzdem zwei zum ausprobieren, welche besser ist. Ich habe das Rezept nochmal stark abgewandelt. Ich hatte nämlich noch diesen Beitrag gelesen (klick). Sie nutzte _viel_ mehr Schlämmkreide und Xylit. Außerdem einen Großteil Avocadoöl. Abgeschreckt von gestern wollte ich heute mehr flüssige Öle und weniger feste Fette verwenden. Außerdem war der Rest Mandelöl, den ich noch hatte, von Schlieren durchzogen, sodass ich den nichtmehr verwenden wollte. Zusammen mit dieser Seite (klick) entstand das neue Rezept:

GFM 150g:
35% (52,5g) Avocadoöl
15% (22,5g) Hanföl
15% (22,5g) Olivenöl
15% (22,5g) Babassuöl
12% (18g) Sheabutter
8% (12g) Rizinusöl

33% (50g) destilliertes Wasser (20g für die Lauge, 30g zum anrühren von Xylit und Schlämmkreide)
30% (45g) Xylit
20% (30g) Schlämmkreide
15 Tropfen ätherisches Krausminzeöl
NaOH für 9% Überfettung

Kostenpunkt: ca. 5 Euro.

Bei der berechnung des Rezeptes gab es erstmal einen Schrecken. Das Tool auf der Webseite war irgendwie veraltet, ich hatte die Seite eine Weile schon nichtmehr neu geladen. Ich gab also meine Öle ein und klickte auf "berechnen". Auf dem nun entstandenen Rezept wurden ganz andere Öle aufgelistet, als ich eingegeben hatte, und die resultierende NaOH-Menge war auch völlig daneben! Hätte ich die Lauge so gemischt, hätte ich 3% Überfettung erhalten. Noch kein Laugenüberschuss, aber dennoch nicht schön! Gut, dass ich immer nach ausgedrucktem Rezept arbeite, so ist es mir aufgefallen, als ich die Öle aus dem Kühlschrank holen wollte. Also Seite neu geladen, alles neu eingegeben, und zur Sicherheit auch nochmal mit einem anderen Seifenrechner verglichen. Es kam in etwa hin.

Dann schmolz ich zuerst die festen Fette im Wasserbad, machte den Herd aus kurz bevor alles flüssig war und gab die flüssigen Öle einfach dazu, dass auch die etwas aufwärmen. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass die flüssigen Öle die festen Fette zu sehr abkühlen.

Dann maß ich das Xylit ab und mörserte es wieder. Was für eine Menge! Dann die Schlämmkreide dazu und heute dran gedacht, genug Wasser abzuknapsen, um beides darin zu verrühren. Ich dachte erst dieses Fitzelchen Wasser würde gerade mal einen Teigklumpen produzieren, aber es wurde tatsächlich eine Flüssigkeit. Das Xylit löste sich allerdings nicht darin auf.
Dann rührte ich wieder das ätherische Öl in einem teil der flüssigen Öle, den ich vorher abgeknapst hatte.

Dann ging ich ins andere Zimmer, dort auf den Balkon und rührte die Lauge an. Bei totaler Dunkelheit mit nur etwas Zimmerlicht im Rücken keine einfache Aufgabe! Dann stellte ich die Lauge ins Zimmer auf den Tisch und schaute nach den Fetten. Die hatten jetzt so 46 Grad, also kippte ich sie in den Messbecher und brachte sie ins Zimmer. Als ich dort fertig war hatten sie so 40 Grad und die Lauge etwa 46. Ich hatte Angst, zu kalt zu arbeiten, um nicht wieder "false Trace" zu bekommen, wie leider vermutlich beim Bruno auch *schnief* 😢

Mit dem Mixer wieder nur 3x gemixt und zwischendurch mehr gerührt, und schon wurde es dick. Manoman. Doch zu warm? Ich werde langsam ratlos.

Dann kippte ich die Xylitpampe dazu und rührte und mixte bis es halbwegs homogen wurde. Ich hatte gehofft, mit dem Püri das Xylit noch etwas kleiner zu kriegen, aber die Pampe war ja schon dick. Dann habe ich mit dem Silikonlöffel den Püri aus der Pampe befreit und nur noch mit dem Löffel das ätherische Öl eingerührt. Jetzt wurde das ganze wieder etwas geschmeidiger, vermutlich durch das weitere Öl. In der Konsistenz blieb es auch bis zum Ende, ich musste mich also nicht beeilen mit dem einfüllen. Aber an gießen war wieder mal nicht zu denken. Aber geschmeidiger als gestern war der Teig durchaus. Diesmal half es sogar etwas, die Formen auf den Tisch klopfen zu lassen, um den Teig in die Ecken zu befördern (wobei, ob das was geholfen hat sehen wir erst morgen beim ausformen).

Die Konsistens war wieder sehr schön, so kuschelig, wie beim Bruno ja aber auch schon. Und der blutet wieder 😭  Mal sehen, ob diese hier was werden *hoff*.

Diesmal habe ich gleich danach alles abgewaschen. Bisher habe ich ja immer bis zum nächsten Tag gewartet, um den Verseifungsprozess abzuwarten um gleich mit der Seife quasi waschen zu können. So richtig toll hat das aber nie funktioniert, und dem Laugenbecher hat es natürlich auch nicht geholfen. Daher machte ich das heute einfach gleich, und das ging genauso gut/schlecht wie sonst auch. Vielleicht müsste ich es sonst einfach noch länger stehen lassen, aber da der Püri sowieso gleich im Wasser rühren muss, um eine Chance zu haben, sauber zu werden, zog ich das heute vor. Ich glaube ich bleibe dabei.

Öle/Fette

Links: ätherisches Öl in Öl gerührt
Rechts: Xylit und Schlämmkreide in Wasser gerührt

Lauge

Seife ist fertig 😁

UPDATE: Für ein Fazit, siehe Ende 1. Zahnseife.







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