27.6.17

Kartoffelbrei mit Ketchup

Am nächsten Tag packte mich die Seifenwut gleich wieder. Diesmal wollte ich Roggenmehl versenken. Ich wollte ein bewährtes Rezept nehmen, als machte ich es hugofly nach und suchte das Rezept "Buttrig zart von Mini". War garnicht so einfach, aber schließlich fand ich es. Das nahm ich und fügte wie hugofly 10% Roggenmehl hinzu.

Das Rezept war also:
GFM 500g
30% (150g) Olivenöl
26% (130g) Babassuöl
26% (130g) Reiskeimöl
10% (50g) Kakaobutter
4% (20g) Rizinusöl
4% (20g) Jojobaöl

NaOH für 28% Überfettung (verrechnet, es hätten 15% werden sollen. Schwupps, Duschbutter)
150g Wasser
2 TL Salz
4 TL Zucker
3g ätherisches Birkenöl
3g ätherisches Bergamotteöl
3g ätherisches Eukalyptusöl
1/2 TL rotes Pigment
10% (50g) Roggenmehl

Hugofly hatte das Roggenmehl wohl einfach trocken in den fertigen Seifenleim gegeben, das ging wohl problemlos. Ich traute dem Braten aber nicht, also habe ich 70g von dem Wasser abgezwackt und darin das Roggenmehl eingerührt. Leider hatte ich danach einen einzigen großen Klumpen am Schneebesen. Ich kippte dann aus lauter Übermut auch noch etwas von meiner Ölmischung dazu, in der Hoffnung das würde sich lösen ... naja, schlimmer wurde es wenigstens nicht. Nun war es ein schwimmender Kloß. Immerhin löster er sich so gut vom Messbecher. Und in den Seifenleim musste er nun auf jeden Fall wandern, da ich ja nicht wusste, wie viel Öl und welcher Anteil von welchem Öl/Fett genau ich dazugekippt hatte.

Ich rührte also die Lauge an und schmolz die Fette. Dann wartete ich. Die Lauge kühlte auf Kühlakkus ab. Dennoch waren die Fette auf 25 Grad als die Lauge auf 35 Grad war. Das war mir gut genug. Ich kippte die Lauge also durch's Sieb zu den Fetten und rührte. Ich pürierte leicht. Diesmal wollte ich definitiv nicht zu weit mixen. Als es nach emulsion aussah aber noch schön flüssig war, gab ich den Kloß dazu, mit allem Fett in dem er schwamm. Ich rührte nun nur noch mit dem Schneebesen weiter, um den Kloß aufzulösen. Das ging auch ganz gut, dennoch wurde jetzt langsam der Leim immer fester. Habe ich mit dem Schneebesen so viel gerührt? Oder dicken die ätherischen Öle an?

Ich wollte nochmal Farbe probieren. Also gab ich etwas Leim in einen Messbecher und gab einen halben TL rotes Pigment dazu, rührte es unter, gab noch etwas Leim dazu, rührte es wieder unter, und gab den farbigen Leim zurück in den Topf für einen "in-the-pot-swirl". Leider war nix mehr mit swirlen, es war wieder nurnoch löffeln angesagt. Dabei vermischten sich die Farben stark, sodass am Ende fast nur rot rauskam. Diesmal nutzte ich nur Einzelformen.

Die Einzelformen stellte ich in einen Karton, da kam wieder meine Wärmflasche drauf und darauf die Brigade von Handtüchern. Am nächsten Morgen war noch alles weich. Am Abend fand ich es dann ok. Aber beim Ausformen brach doch was ab, das eine Schaf habe ich komplett zerquetscht und eine Kugel draus gemacht. Das zweite Schaf wanderte gleich den den Tiefkühler.

Beim schreiben dieses Artikels fiel mir dann mein Rechenfehler auf. Kein Wunder, dass die Seife bei 28% Überfettung nicht fest wird. Ich hoffe das wird die Tage noch etwas besser, dass ich sie wenigstens als Duschbutter im Säckchen nutzen kann, und sie nicht einfach nur rummatscht.

Zum Namen: Das sieht einfach mal aus wie Kartoffelbrei mit Ketchup. Das habe ich als Kind sehr gerne gegessen.

















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