7.9.17

Kaffee Haarseife (2)

Ich brauchte Nachschub für meine Haarseife. Die verbraucht sich doch recht flink. Außerdem wollte ich diesmal noch Roggenmehl zufügen, da ich ja auch eine Zeit lang mit Roggenmehl gewaschen habe, und das erstaunlich gut ging. Außerdem erhoffe ich mir davon noch mehr Schaum. Außerdem habe ich die Überfettung auf 3% runtergeschraubt, weil man sich beim abwiegen der Öle immer etwas vermisst, und durch diese Ungenauigkeiten (immer zu viel, nie zu wenig) bestimmt eigentlich 4% rauskommen, die ich ja haben möchte.

Also das Rezept war folgendes:
500g GFM (ich weiß ja jetzt, dass das Rezept gut ist 😉):
25% (125g) Olivenöl
25% (125g) Kokosöl
25% (125g) Rizinusöl
10% (50g) Traubenkernöl
10% (50g) Distelöl
5% (25g) Jojobaöl
34% (170g) Kaffee
ca. 3% (15g) Zitronensäure
10% (50g) Roggenmehl
Kostenpunkt: 7.3 Euro

Moment, wo kommt das Distelöl her? Das war doch in der anderen Seife garnicht drin? 😱 Die Mengen sind auch völlig anders ... wie ist das passiert? Ich habe doch das andere Rezept kopiert ... ich bin völlig verwirrt!!!

Da bis auf das Kokosöl alles flüssig war, und auch das Kokosöl bei Zimmertemperatur schon sehr weich ist, habe ich das einfach untergequirlt und dann etwas mit dem Püri gemixt, bevor die Lauge dazu kam.

Beim abmessen der Zitronensäure ist mir erst etwas neben den Becher gekippt, und dann auch noch der Becher umgekippt ... dann habe ich versucht, alles was auf dem Tisch gelandet ist, wieder in den Becher zu hieven, aber wie viel da nun letztendlich genau drin gelandet ist, weiß ich nicht. Ich glaube ja dran, dass sich der Verlust mit dem, was da noch zusätzlich auf dem Tisch war, ausgeglichen hat, und ich somit wieder auf 15g kam 😉 Aber wissen kann man das nicht.

Den Kaffee habe ich aufgekocht und dann im Tiefkühler runterkühlen lassen (jaja, ich weiß. Macht man nicht). Dann samt Kühlakkus und Tiefkühlschubfach auf dem Balkon gestellt und darin im Becher erst die Zitronensäure und dann das NaOH eingerührt (und dabei kein NaOH verschüttet, versprochen!). Das hat am Anfang ganzschön gezischt, vermutlich weil das NaOH mit der Zitronensäure reagierte. Danach war alles brav. Durch die geringe Überfettung ging natürlich ne Menge NaOH da rein, daher heizte es sich stark auf. Ich passte auf, unter 100 Grad zu bleiben, dass es nicht anfing zu kochen.

Die Abkühlzeit nutzte ich zum aufräumen und Hobbyzimmer umsortieren. Das war mal nötig. Danke, Seife!

Dann gab ich die Lauge durch mein feines Sieb. "Gab" ist vielleicht zu viel gesagt, oder eher "durch". Es tropfte gemütlich vor sich hin, auch mit dem Löffel kratzen half nichts. Als meine Nerven aufgebraucht waren, gab ich es durch mein etwas gröberes Sieb. Das flutschte. Da war eigentlich nichts dickflüssig dran. Sehr komisch.

Dann pürierte ich fröhlich drauf los. Nach ein paar Pürierstößen gab ich das Roggenmehl dazu, einfach in einem Schwung. Mit dem Püri ließ sich das nicht richtig unterrühren, also kam der Silikonlöffel zum einsatz. Einfach ordentlich durchgerührt, dass nichts mehr trocken oben schwamm. Natürlich bildeten sich kleine Klümpchen, aber die ließen sich locker wegpürieren. Ich konnte echt lange pürieren und es blieb schön lange schön flüssig. Ich konnte alles gut in die Blockform kippen.

Nach ca. 24 Stunden ausgeformt. Ich habe noch nie eine SO glatte Seife produziert 😳 Bei Haarseife nicht unbedingt nötig, aber trotzdem schön ... ich hab die einfach gestreichelt. Ging nicht anders. Aber zum schneiden war sie noch zu weich.

Ein paar Stunden später konnte ich sie dann gut schneiden. Keine Schönheit, aber schön Glatt. Ich habe sie extra etwas dicker geschnitten, dass ich nicht immer mit so vielen Resten zu tun habe.

Achja, als sie noch zu weich zum schneiden war habe ich eine kleine Scheibe abgeschnitten und geknetet. Die war echt mega weich! Und klebrig war sie noch. Ich habe sie einfach mit in die Dose mit der Knetseife getan ;) Mal sehen, vielleicht ist das ja ein super Knetseifenrezept. Man muss sich ja rantasten. Wäre schade um die schöne Haarseife, aber wer hat nicht gerne schöne Haarseifenskulpturen 😂



Streichelzart


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